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dabei!
Medienfonds
erfreuen sich großer Beliebtheit, weil in kaum einer anderen
Branche aufgrund der immensen Nachfrage soviel Geld verdient wird.
Wir haben unter der Überschrift Medienfonds klassische Fondsobjekte
eingeordnet, die sich mit der Herstellung von Spielfilmen und
TV-Produktionen beschäftigen. Vor rund 20 Jahren gab es im
Fernsehen in Deutschland mit ARD, ZDF und dem dritten Programm
nur drei Sender. Heute sind es allein bei uns über 270 Programme,
die mittels Kabel und Satelit empfangen werden können. Aus
diesem Grund ist der Bedarf an guten Spielfilmen überproportional
gestiegen.
Insbesondere internationale, kinofähige Spielfilme erzielen
deshalb heute im Fernsehen außergewöhnlich hohe Renditen,
da der Fernsehmarkt einer der weltweit am stärksten wachsenden
Märkte ist.
Im
deutschen Fernsehen stehen heute für Spielfilme jährlich
ca. 20.000 Sendeplätze zur Verfügung. Das Interesse
der Sender liegt in hohen Einschaltquoten, da sie nur hierdurch
die für ihre Finanzierung erforderlichen hohen Werbeeinnahmen
erzielen können. Hohe Einschaltquoten erreichen die Sender
heute überwiegend durch die Ausstrahlung von neuen, hochwertigen
Spielfilmen in der sogenannten Primetime von 19 bis 22 Uhr!
Trotz
explodierender Nachfrage auf dem Markt nach entsprechenden Filmen
werden weltweit jährlich nur ca. 750 - 800 entsprechende
Filme produziert. Grund dafür sind Kapazitätsengpässe.
Film
ist ein knappes Gut und wird es auch bleiben! Es gibt zu wenig
gute Drehbücher, talentierte Regisseure und gute Schauspieler.
Niemand
weiß derzeit, wie diese Lücke geschlossen werden soll.
Die starke Nachfrage nach neuen Programmen führt zu hohen
Preissteigerungen, da sich in diesem Marktsegment wie für
die Marktwirtschaft allgemein gültig der Preis nach
Angebot und Nachfrage richtet. Doch selbst bei viel Geld lassen
sich gute Kinofilme und TV-Programme nicht einfach am Fließband
produzieren. Bedingt durch die steigenden Herstellungskosten können
einzelne Produzenten gute Filme nicht mehr alleine finanzieren.
Einen
Ausweg dazu stellen internationale Co-Produktionen dar, der einzig
gangbare Weg aus dem Dilemma. Die multikulturellen Einflüsse
eines Teams von Produzenten aus verschiedenen Ländern, die
sich die Herstellungskosten teilen, machen die Produktion für
ein breiteres Publikum in verschiedenen Ländern interessant.
So kommen gute neue Film- und TV-Produktionen auf den Markt, zu
annehmbaren Preisen. Die Marktchancen für solche Produktionen
können ausgesprochen positiv sein.
Bei
der Entscheidung für die Investition in einen Medienfonds
müssen verschiedene, sehr wichtige Punkte beachtet werden,
damit die Risiken des Geldverlustes überschaubar bleiben.
Dazu
gehört unter anderem:
- daß
mit den Fondsmitteln tatsächlich Filme produziert oder
co-produziert werden und nicht nur Filmrechte erworben werden,
- daß
die Fondsgesellschaft unbedingt die unendlichen Eigentümerrechte
am Negativ halten sollte,
- daß
es sich um einen reinen Eigenkapitalfonds handelt,
- daß
die Produktionskosten durch einen Completionbonds (Produktionskostenversicherung)
gegen Budgetüberschreitungen abgesichert sind.
Ferner
sollte die ordnungsgemäße Mittelverwendung sichergestellt
sein und der Erlös aus der weltweiten Vermarktung der Produktion
sollte auf ein Treuhandkonto einer Bank fließen. Natürlich
gibt es noch weitere Auswahlkriterien für die Investitionsentscheidung
in einen Medienfonds, jedoch haben wir an dieser Stelle zunächst
nur die wichtigsten Punkte zusammengestellt.
Aber das
Risiko, daß mit dieser Art von Anlage verknüpft ist,
soll hier nochmals ganz klar zum Ausdruck gebracht werden:
Filmbeteiligungen
bieten hohe Verlustzuweisungen, weshalb sie eigentlich nur für
Anleger geeignet sind, die auch nach Abzug der Beteiligung einer
hohen Steuerprogression unterliegen. Nur dann wird das hohe Risiko
einer solchen Beteiligung minimiert, weil der überwiegende
Teil der Investition aus Steuermitteln resultiert.
Risiken,
die nie ausgeschlossen werden können:
Der
Film floppt an der Kinokasse, eventuelle Nachschußpflichten
treten ein, oder schlimmstenfalls wird die Produktion eingestellt.
Letztlich handelt es sich um unternehmerische Beteiligungen, die
den allgemeinen Risiken der Marktwirtschaft
unterworfen sind.
Aus diesem
Grund empfehlen wir die Beteiligung an einem Medienfonds gegenwärtig
nur dann, wenn sich der Anleger der Risiken bewußt ist!
Als Einzelinvestment
zur Minderung der Steuerzahllast ist es nur geeignet, wenn die
persönliche Risikoneigung des einzelnen Anlegers groß
genug ist!
Dieser
Hinweis ist für uns von elementarer Bedeutung, weil die Medienbranche
den Anlegern schon böse Überraschungen bereitet hat
und auch weiterhin bereiten wird. Dies hat seine Ursache darin,
daß zuviele Leute der Meinung sind von der Branche etwas
zu verstehen und einen Medienfonds auflegen, obwohl sie nur mal
eine Programmzeitschrift in der Hand hatten. Aber die Emission
von Medienfonds ist nun mal modern. Deswegen sind Anleger auch
nicht geschützt vor dem modernen Raubrittertum.
Wir
haben eine sehr differenzierte Meinung zu der Masse der angebotenen
Medienfonds und entsprechend kritisch werden wir diese Fonds betrachten.
Nur wenn wir Ansatzpunkte sehen, die einen Hinweis auf das entsprechende
Produkt rechtfertigen, werden wir dies hier veröffentlichen!
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